24.11.2016Walsum 10: STEAG/EVN erzielen Erfolg im Schiedsverfahren gegen Hitachi

Essen. Mit einem für die gemeinsame Projektgesellschaft von STEAG und EVN, STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft (Projektgesellschaft) positiven Urteil endete ein Schiedsverfahren gegen das Generalunternehmerkonsortium (Hitachi), bestehend aus Hitachi Ltd. und Hitachi Power Europe GmbH. STEAG wertet dies als großen Erfolg. Ein Schiedsgericht hat der Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks Walsum 10 Ansprüche in der Höhe von rund 200 Mio. Euro zuerkannt.


Hintergrund zum Verfahren:
2005 gründeten STEAG und die EVN eine Projektgesellschaft zum Bau des neuen Steinkohlekraftwerkes in Walsum. Mit einem Anteil von 51 Prozent ist STEAG Mehrheitsgesellschafter. 2006 wurde mit dem Bau des Kraftwerksblockes Walsum 10 begonnen. Der Beginn des kommerziellen Betriebs des Kraftwerks Walsum 10 in Duisburg erfolgte im Dezember 2013.

Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass die neue Anlage bereits Ende 2009 ans Netz gehen sollte. Dies war jedoch nicht möglich, da im Rahmen der Errichtung des Kraftwerks Walsum 10 unter anderem Maßnahmen zum Austausch von Kesselteilen notwendig waren, mit denen eine Verzögerung des Baufortschritts gegenüber der ursprünglichen Planung einherging. Da Hitachi nicht bereit war, die dadurch verursachten Mehrkosten und Schäden zu übernehmen, hatte die Projektgesellschaft im Jahr 2013 ein Schiedsverfahren gegen Hitachi nach der Schiedsordnung der ICC Paris eingeleitet. Hitachi hatte Klageabweisung beantragt und eine Widerklage eingereicht.

Weitere Nebenverfahren, u.a. Klagen gegen die Montageversicherung, sind noch bei verschiedenen Gerichten anhängig.


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