18.11.2016Investition in Innovation: Einweihung der STEAG Großbatterie-Systeme

Offizielle Inbetriebnahme im Saarland mit Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer // In Nordrhein-Westfalen mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin // Auszeichnung als qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW


Saarland, STEAG-Kraftwerk Quierschied-Weiher: Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret-Kramp-Karrenbauer nimmt gemeinsam mit Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, das Großbatterie-System in Betrieb.

NRW, STEAG-Kraftwerk Duisburg-Walsum: Beim Festakt in Duisburg-Walsum überreichte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin gemeinsam mit KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch die Auszeichnung der KlimaExpo an Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, (rechts im Bild) und Projektleiter Christian Karalis (links im Bild).

Essen/Weiher/Duisburg. Mit zwei Festakten in Quierschied-Weiher und Duisburg-Walsum wurden in dieser Woche die Großbatterie-Systeme der STEAG offiziell in Betrieb genommen. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Annegret-Kramp-Karrenbauer drückte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der STEAG-Geschäftsführung, am vergangenen Dienstag am saarländischen Kraftwerksstandort Weiher den symbolischen roten Schalter. Damit sind die drei Systeme in Bexbach, Fenne und Weiher nun auch offiziell zum Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz verfügbar. In Nordrhein-Westfalen folgte dann am Donnerstag die offizielle Inbetriebnahme der weiteren drei Standorte. Beim Festakt in Duisburg-Walsum vollzog NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin den symbolischen Akt gemeinsam mit Joachim Rumstadt. 

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret-Kramp-Karrenbauer sagte in ihrer Rede: „Das Großbatterie-System-Projekt ist ein Zeichen dafür, dass STEAG an der Spitze des technologischen Fortschritts steht.“ Sie begrüßte ebenfalls die Initiative zur Sicherung der Netzstabilität.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin hob in Duisburg ebenfalls die Bedeutung des Projektes hervor: „Das Batteriespeichersystem leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende: Zum einen stabilisiert es das Stromnetz und erhöht die Versorgungssicherheit, zum anderen werden durch die Einsparung fossiler Brennstoffe die Emissionen gesenkt. In dem derzeitigen energiewirtschaftlichen Umfeld mit einer hohen Veränderungsdynamik begrüßen wir die Investitionen der STEAG sehr – insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Projekt ohne Subventionen umgesetzt wird. Es zeigt, dass gute Ideen bei entschlossenem Handeln schnell zur Marktreife entwickelt werden können.“

Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, betonte: „Die Netzstabilität und die damit verbundene Versorgungssicherheit sind derzeit die wichtigsten Kriterien für das Gelingen der Energiewende. Durch den immer höheren Anteil an volatilem Strom aus Erneuerbaren Energien gerät das Stromnetz zunehmend unter Stress, Stolz bin ich, dass wir mit dem Großbatterie-System nicht nur technologischer Vorreiter sind, sondern unsere Investition auch vollständig auf Marktbasis umgesetzt haben, also ohne öffentliche Fördermittel.“

Bislang wurde die sogenannte Primärregelleistung zum Ausgleich der Schwankungen vor allem durch konventionelle Kraftwerke erbracht. Erstmals werden dafür durch die STEAG in großem Stil Großbatterie-Systeme eingesetzt. Innerhalb von Sekunden gleichen sie Frequenzschwankungen im Stromnetz aus – indem sie bei zu niedriger Frequenz Energie einspeisen oder bei zu hoher Frequenz Energie aufnehmen. Innerhalb von nur zwölf Monaten seit dem Investitionsentscheid konnte das bislang größte Batteriesystem in Deutschland realisiert werden.

Auszeichnung durch KlimaExpo.NRW

Im Rahmen der Veranstaltung in Duisburg-Walsum wurde das Großbatterie-System der STEAG auch als Referenzprojekt der KlimaExpo.NRW qualifiziert. Aus den Händen von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch nahm Joachim Rumstadt in Duisburg die „Wir sind dabei“-Urkunde der Landes-Klimaschutz-Initiative entgegen. Für das Projekt sieht Dornbusch ein großes Potenzial: „Das System der STEAG leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Gewährleistung der Netzstabilität und eine sichere Energieversorgung. Wir sehen auch noch weitere Einsatzmöglichkeiten von Batteriesystemen, sowohl in der Erbringung von Systemdienstleistungen im Rahmen der Energiewende als auch zur Kostenoptimierung und zum Risikomanagement von Industriestandorten. Insofern liegt es auf der Hand, dieses Projekt als ‚Fortschrittsmotor Klimaschutz’ in die Leistungsschau aufzunehmen.“

Das Großbatterie-System der STEAG – Ein Projekt mit Zukunft

STEAG hatte im November 2015 mit den Vorbereitungen für die Realisierung der sechs Großbatterie-Systeme mit einer Gesamtleistung von 90 MW begonnen. Die Investitionshöhe beträgt rd. 100 Millionen Euro, das Projekt kommt ohne Fördermittel aus. Es wurde in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Lieferanten Nidec ASI und LG Chem realisiert und die Arbeiten konnten im Rahmen des ambitionierten Zeit- und Kostenplans vollzogen werden.

Der Einsatz und die Vermarktung der Großbatterien erfolgt über das Optimierungsnetzwerk „STEAG OneOpt“ durch den Handelsbereich Trading & Optimization der STEAG. Mit der Investition in diese neue und innovative Technologie leistet STEAG einen weiteren, bedeutsamen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Weitere Informationen über Funktionsweise der STEAG Großbatterie-Systeme finden Sie im Internet. Online unter: Opens external link in new windowwww.steag-grossbatterie-system.com

Hintergrund KlimaExpo.NRW

Die KlimaExpo.NRW ist eine Initiative der NRW-Landesregierung. Der industrielle Wandel in Nordrhein-Westfalen setzt auf Innovation, Bildung und Klimaschutz. Die Umsetzung der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele gehören dabei zu den wichtigsten Herausforderungen. Diese zu bewältigen liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Als Konsequenz hat sich Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland verbindliche Ziele für den Klimaschutz gesetzt. Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Diese soll das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens in diesem Bereich präsentieren. Sie ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022. Die KlimaExpo.NRW möchte erfolgreiche Projekte einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene verständlich und erfahrbar machen und dadurch zusätzliches Engagement für den Klimaschutz fördern.

Weitere Informationen

Opens external link in new windowwww.steag-grossbatterie-system.com


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