05.09.2016STEAG New Energies liefert Blockheizkraftwerk für Karlsberg-Brauerei

Richtfest auf dem Brauereigelände / Projekt trotz widriger Wetterlage gut im Plan / Strom- und Wärmenutzung durch Brauerei und Stadtwerke Homburg


Hoher Besuch beim Richtfest der neuen Energiezentrale der Brauerei Karlsberg: Ministerin Anke Rehlinger (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie & Verkehr des Saarlandes) im Kreis der offiziellen Vertreter der STEAG New Energies und der Karlsberg Brauerei.

Saarbrücken. Homburg. Am 5. September sind Ministerin Anke Rehlinger, der Oberbürgermeister von Homburg, Rüdiger Schneidewind, Christian Weber, CEO der Karlsberg Gruppe, Ralph Breuling, CFO der Karlsberg Brauerei GmbH, Markus Meyer, Geschäftsführer der Karlsberg Brauerei GmbH, Thomas Billotet und Dr. Markus Laukamp, Geschäftsführer der STEAG New Energies GmbH, sowie Thomas Jager und Jörg Fritz, Geschäftsführer der Heizkraftwerk Homburg GmbH, auf dem Karlsberg Gelände zusammengekommen, um offiziell Richtfest zum Projekt „Blockheizkraftwerk“ zu feiern.

Autokran, Schwerlasttransporter und Sicherheitspersonal – das war das Szenario bei der Anlieferung des neuen ‚Herzstücks‘ der Energieversorgung der Karlsberg-Brauerei. Ein hochmodernes Motoren-Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von etwa 3,5 MWel soll in Kürze die Stromerzeugung der Karlsberg Brauerei effizient und zukunftssicher machen. Die neue Kraftwärme-Kopplungsanlage wird die bisherige Eigenstromerzeugung über eine Dampfturbine der Karlsberg Brauerei ersetzen.

Unmittelbar nach Vertragsunterzeichnung im Januar 2016 startete STEAG New Energies die Vorbereitungen zum Bau des Blockheizkraftwerkes, so dass bereits im Februar mit den Bauarbeiten auf dem Gelände der Karlsberg Brauerei begonnen werden konnte. Am heutigen Montag wurde gemeinsam auf dem Brauereigelände Richtfest gefeiert. „Wir sind froh, mit der Steag New Energies den richtigen Partner gefunden zu haben, um ein umweltverträgliches Energiekonzept für unsere Brauerei umzusetzen“, sagt Christian Weber, General-bevollmächtigter der Karlsberg Brauerei KG Weber, beim Richtfest zur Kooperation.

Toni Stadtfeld, Projektleiter der STEAG New Energies, fasst die Herausforderungen der bisherigen Arbeiten zusammen: „Dank umsichtiger Planung und Baustellenkoordination konnte das Gebäude bereits im Juni zur Aufnahme der Großkomponenten fertig gestellt werden, obwohl die Bauarbeiten immer wieder durch heftige Regenschauer, Gewitter und Sturmböen beeinträchtigt wurden. Wir liegen gut im Terminplan und ich bin optimistisch, dass wir alle Termine bis hin zur Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes im November 2016 einhalten können.“ Insgesamt wird STEAG New Energies rd. 5,5 Mio. Euro investieren und die Anlage bis zum 31.12.2016 in Betrieb nehmen.

Überschüssige Wärme geht ins Netz der Stadtwerke Homburg

Die Anlage ist maßgeschneidert auf den Strombedarf der Brauerei; die erzeugte Wärme wird etwa zu gleichen Teilen in der Brauerei genutzt und in das städtische Fernwärmenetz eingespeist, das STEAG New Energies mit den Stadtwerken Homburg in der gemeinsamen Gesellschaft Heizkraftwerk Homburg GmbH betreibt. Die Anlage wird rd. 20.000 MWh Strom pro Jahr erzeugen, dies entspricht dem Strombedarf von rund 5.000 Einfamilienhäusern. Durch die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung werden in erheblichem Umfang CO2-Emissionen eingespart, nämlich rund 5.200 t pro Jahr, was etwa dem CO2-Ausstoß pro Jahr von 1900 Diesel-Fahrzeugen mit einer Jahreskilometerleistung von 15.000 km entspricht.

Starke dezentrale Projekte im Fokus der STEAG New Energies

Die Anlage in Homburg ist eines von drei Projekten im Bereich dezentraler Energieerzeugung, die STEAG New Energies derzeit im Saarland und in Süd-Hessen umsetzt: Neben der Energiezentrale für die Karlsberg Brauerei realisiert das Saarbrücker Unternehmen aktuell gemeinsam mit der STEAG-Tochter Fernwärme-Verbund Saar GmbH (FVS) und dem Autohersteller Ford eine Anlage mit fünf Blockheizkraftwerken (BHKW). Die Anlage verfügt insgesamt über 22 Megawatt elektrische Leistung, soll jedes Jahr rund 149.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen und soll ebenfalls noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

In Darmstadt versorgt ein Konsortium aus STEAG New Energies und ENTEGA AG (Darmstadt) die Technische Universität Darmstadt seit kurzem mit Wärme, Kälte und Strom: Die Bietergemeinschaft hatte Anfang des Jahres einen bis Ende 2030 laufenden Contracting-Vertrag unterzeichnet und investiert kräftig in innovative, hocheffiziente Technologien auf dem Campus der Universität. Um die Energieversorgung dafür auf den neuesten Stand zu bringen, investiert der neue Energiedienstleister insgesamt 17 Millionen Euro. Im Rahmen des neuen Versorgungskonzeptes wird die bestehende Energiezentrale modernisiert und erweitert. So ist unter anderem geplant, ein neues Blockheizkraftwerk und eine Absorptionskältemaschine zu errichtet. Zusätzlich wird auch das Versorgungsnetz ausgebaut. So entsteht auf dem Campus Lichtwiese ein neues, rund drei Kilometer langes Kältenetz, um beispielsweise den Hessischen Lichtenberg-Hochleistungsrechner energieeffizient zu kühlen. Ein wesentlicher Baustein des neuen Versorgungskonzepts ist die Anbindung des Wärmenetzes der TU an das Fernwärmenetz der ENTEGA. Dadurch wird künftig auch die umweltfreundlich erzeugte Wärme aus dem Darmstädter Müllheizkraftwerk genutzt. unter anderem

„Wir freuen uns, dass unsere Kunden bei der Optimierung ihrer Energiekonzepte zunehmend auf die Kompetenz der STEAG New Energies setzen“, erläutert Dirk Klingen, Sprecher der SNE-Geschäftsführung, und ergänzt, „Die effizienten Energielösungen der STEAG New Energies tragen zum Gelingen der Energiewende in Deutschland bei und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.“


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