01.08.2014Michelle Müntefering MdB und Alexander Vogt MdL besuchen STEAG Heizkraftwerk in Herne

Diskussionen zur Energiepolitik


Horst Rohde, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates und des Standortes Herne, Udo Wichert, GF der STEAG Fernwärme GmbH, Michelle Müntefering, Ulrich Stürz, stellv. KW-Leiter, Alexander Vogt, Thomas Dinter, Betriebsrat KW Herne und Dr. Kai Lobo, Referent Energiepolitik

Herne. Die Herner Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering (SPD) und der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt (SPD) besuchten heute das Heizkraftwerk Herne, um sich mit den Experten der STEAG über aktuelle Fragen der Energiepolitik auszutauschen. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen der EEG Novelle, die damit verbundenen Fragen zur Zukunft des Standortes und die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung.

Stellvertretender Kraftwerksleiter Ulrich Stürz stellte den Abgeordneten bei einem Rundgang über das Gelände kurz den Kraftwerksstandort vor und beschrieb die Bedeutung der Steinkohlekraftwerke für das Gelingen der Energiewende durch die flexible und kostengünstige Bereitstellung gesicherter Leistung. „Die STEAG-Kraftwerke und gerade der Standort Herne sind in den letzten Jahren umfassend auf die Herausforderungen der fluktuierend einspeisenden erneuerbaren Energien optimiert worden.“

Udo Wichert, Geschäftsführer der STEAG Fernwärme, informierte über die aktuellen Entwicklungen auf dem Strom- und Wärmemarkt und über die Rolle von Kraft-Wärme-Kopplung bei der Energiewende:

„Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Energiewende eine Strom- und eine Wärmewende ist. Mehr als 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland wird zur Wärmeversorgung eingesetzt.“ Der Referent der Abteilung Energiepolitik der Steag GmbH, Dr. Kai Lobo, ergänzte: „Steinkohle ist einer der Energieträger, der in einem erheblichen Maß auch die Wärmeversorgung von Ballungsräumen und großen Metropolen sicherstellt.“

Hier spielt gerade der Standort des Heizkraftwerks Herne für die Wärmeversorgung des Ruhrgebiets eine wesentliche Rolle. Mit der Einspeisung von Fernwärme in die Fernwärmeschiene Ruhr nach Westen und der Auskoppelung in das E.ON-Netz im Osten wird ein Großteil des Ruhrgebietes aus Herne mit umweltfreundlicher Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung versorgt. Die jährliche Wärmelieferung aus Herne beträgt gegenwärtig 3,2 Mrd. kWh, was etwa dem Jahresverbrauch von 800.000 Einfamilienhaushalten entspricht.

Michelle Müntefering zog ein positives Resümee des Besuches: „Mit der Verabschiedung der EEGNovelle sollen die Preise für Strom stabil gehalten, der Ausbau der Erneuerbaren fortgesetzt und Arbeitsplätze gesichert werden. Um diese Ziele zu erreichen und für die Weiterentwicklung der Energiewende, ist gerade die Diskussion mit den Fachleuten vor Ort wichtig.“


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